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Neuer Ort, neues Konzept: AchemAsia überzeugt in Shanghai

Prozesstechnik zum Erleben und Anfassen: Das gab es bei der AchemAsia vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai. 330 Aussteller aus 16 Ländern präsentierten Ausrüstung, Apparate, Technologien und Konzepte für die nachhaltige Produktion in der Chemieindustrie und verwandten Branchen. Erstes Fazit der Veranstalter: Der Mut zur Veränderung hat sich gelohnt.

Als International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production bot die AchemAsia ein klares Profil. Und diese Plattform wurde genutzt:  Kaum ein Stand, an dem nicht die Produkte der Aussteller attraktiv in Szene gesetzt waren. So konnten sich die Besucher nicht nur umfassend informieren, sondern die Pumpen, Filterpressen, Ventile, Rührer und vielen anderen Komponenten auch von allen Seiten begutachten und teils in Betrieb erleben – entsprechend dem Grundgedanken der AchemAsia, über Ausrüstung und Prozesse nicht nur zu sprechen, sondern sie auch greifbar zu machen.

Neuerungen stoßen auf Zustimmung

Sehr zufrieden zeigten sich Aussteller wie Besucher mit der Entscheidung, die AchemAsia nach 30 Jahren erstmals in Shanghai durchzuführen und damit näher an einige industrielle Zentren des Landes zu rücken.  „Der Mut zur Veränderung hat sich gelohnt“, sagt auch Dr. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der DECHEMA Ausstellungs-GmbH, und meint damit nicht nur den Standortwechsel, sondern auch weitere Neuerungen im Konzept der Veranstaltung. So fokussierte die AchemAsia 2019 stark auf fünf wesentliche Themen, denen auch im aktuellen chinesischen Fünfjahresplan hohe Bedeutung zukommt.

Rund 10.500 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild vom Stand der Technik in den Bereichen Prozesstechnik, Digitalisierung, Wassermanagement, Pharmazeutische Technologie und Anlagen- und Prozesssicherheit zu machen und im Kongress die Trends von morgen zu diskutieren. Dabei sorgte die Integration von Vortagssälen und Ausstellung in einer Halle für kurze Wege. So bekamen die Teilnehmer nicht nur einen umfassenden Überblick, sondern konnten trotz der nur dreitägigen Dauer auch viele Gespräche führen.: Weit über 90 % der Besucher zeigten sich hochzufrieden mit ihrer AchemAsia-Teilnahme.

In China verwurzelt, global vernetzt

Die AchemAsia begleitet die chinesische Prozessindustrie seit 30 Jahren und hat sich mit ihr entwickelt. Das zeigt sich auch in der Zusammensetzung der Aussteller: Die mit Abstand größte Beteiligung kam aus der Volksrepublik China mit 222 Ausstellern, Deutschland stellte mit 62 Ausstellern die zweitgrößte Gruppe, gefolgt von Frankreich, Japan und den USA. Dabei ist zu berücksichtigen, dass viele internationale Firmen sich über ihre chinesischen Dependancen an der Messe beteiligen Gegenüber der Vorveranstaltung 2016 in Beijing lag die Zahl der Aussteller um 11 % höher, die Fläche um rund 15 %.

Die Themen der Satellitensymposien orientierten sich an den Fokusthemen der Ausstellung. Teilnehmer konnten sich in den Vorträgen über die neuesten Trends informieren und anschließend an den Ständen die praktische Umsetzung in Augenschein nehmen. Dass der Gedanke der stärkeren Integration von Vortragsprogramm und Ausstellung gut ankam, zeigte auch die Resonanz auf die einzelnen Sessions, unter denen sich das PRAXISforum „New Products and Services“ mit Ausstellervorträgen, das CIESC-Forum „Green and Intelligent Equipment“ und die Session zu „Industrial Water Management and Resources Recovery“ besonders großer Beliebtheit erfreuten.

Erfolgsgeschichte in der Zusammenarbeit

Bei der Eröffnung lobten chinesische wie deutsche Vertreter die langfristige vertrauensvolle Zusammenarbeit, die die AchemAsia zu einer Erfolgsgeschichte habe werden lassen. „Man kann sagen, dass die AchemAsia über drei Jahrzehnte Zeuge von Chinas Reform- und Öffnungsprozess und seiner außerordentlichen Entwicklung gewesen ist“, sagte Chen Lei, stellvertretende Abteilungsleitern bei der China Association of Science and Technology. „Sie hat den Fortschritt und die internationale Zusammenarbeit der chinesischen Prozessindustrie auf dem Gebiet der chemischen Verfahrenstechnik, des Umweltschutzes und der Biotechnologie stark gefördert.“ Zhao Jungui, Vizepräsident der China Petroleum and Chemical Industry Federation, verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die AchemAsia als Treiber einer Entwicklung hin zu einer übergreifenden Community aus Akademia, Wissenschaft, Technologie und Industrie mit einer gemeinsamen Zukunft wirken könne. Jürgen Nowicki, Managing Director, Member of the Board of Directors Linde Engineering Division und Vorsitzender des ACHEMA-Ausschusses, bedankte sich für die langjährige gute Zusammenarbeit der Organisatoren und unterstrich sowohl die starke Verankerung der AchemAsia in China als auch den hohen Grad an Internationalität.

Nächste Station: ACHEMA 2021

Wie sehr die globale Prozessindustrie zusammengewachsen ist, zeigt auch die starke chinesische Präsenz auf der ACHEMA. So heißt es nun für Veranstalter und Aussteller, mit den Vorbereitungen auf die nächste Station zu beginnen: Das wird die ACHEMA 2021 sein, die vom 14.-18. Juni 2021 in Frankfurt am Main stattfindet.

AchemAsia – International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production – ist die internationale technisch-wissenschaftliche Ausstellung und Konferenz für den asiatischen Markt. Mit rund 400 Ausstellern aus etwa 20 Ländern steht der Austausch zwischen Wissenschaftlern und Ingenieuren und zwischen Ausrüstern und Anwendern im Mittelpunkt. Wir veranstalten seit 30 Jahren die AchemAsia in China und seit 98 Jahren die ACHEMA in Frankfurt. Die AchemAsia findet alle drei Jahre statt und wird von der DECHEMA und der CIESC (Chemical Industry and Engineering Society of China) in Zusammenarbeit mit zahlreichen chinesischen und internationalen Partnern organisiert. Mehr unter www.achemasia.de

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